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Sinn finden, leben und gestalten: Privat und im Unternehmen (LebensLiebe Folge 18)

June 15, 2018

 

 

Die 18te Folge von LebensLiebe handelt von Sinn und du nimmst für dich mit…

 

…Wie dir Atmen hilft präsent mit dir und deinen Ängsten zu sein;

…Wie du durch kleine Dates mit dir selbst mehr Raum für deine wahren Leidenschaften schaffst;

…Wie auch Manager und Führungskräfte Sinn in ihre Unternehmen tragen und diese dadurch erfolgreich machen können.

 

 

Die heutige Folge möchte ich dem Sinn widmen. Denn mir ist etwas aufgefallen, dass ich unbedingt teilen möchte: Wir hören gerade überall von Sinn und Purpose. Hast du das auch schon gemerkt? So viele Blogs, Podcasts und auch große Veranstaltungen widmen sich dem „Sinn“. Das ist traumhaft, oder? Wir dürfen in einer Welt des Wandels leben, die in ihrem Erwachen erkennt, wie wichtig es ist aus dem Herzen heraus zu gestalten und zu agieren. Gleichzeitig passiert in mir aber auch noch etwas anderes, wenn ich überall Sinn höre und lese. Ich lasse dich mal kurz nachfühlen: Wie geht es dir mit dieser hohen Präsenz von Sinn?

 

Ich möchte gerne teilen, was ich fühle. Ich fühle Druck und das schon eine ganze Weile. Ich habe das Gefühl, ich muss wissen, was genau der Sinn meines Lebens ist und ihn in einem Satz zusammenfassen können. Lange Zeit habe ich auch wirklich geglaubt, der Sinn ist wie der Stein des Weisen, den ich irgendwann finde und der mir dann für ewig den Weg weisen wird. Doch ich komme immer mehr zu der Überzeugung: Sinn ist ebenso wandelbar wie wir. Sinn ist Teil des Transformationsprozesses, der unser Leben so unglaublich aufregend macht. Falls du schon frühere Podcast-Folgen von mir gehört hast, denkst du jetzt vielleicht: Das hat sich früher aber anders angehört und ich gebe dir Recht. Ich hatte auch wirklich einen zündenden Moment in meinem Leben, an welchem ich dachte, ja – es ist meine Aufgabe mehr Bewusstsein unter die Menschen zu bringen, ganz besondere in die Arbeitswelt. Diese Idee hat sich auch nicht großartig verändert. Sie ist ein Leitmotiv in meinem Handeln geworden.

Aber die Art wie ich sie auslebe und wie sich der Sinn in den Situationen des Realisierens ausdrückt verändert sich. 

Vielleicht bist du gerade erst auf dem Weg? Vielleicht fragst du dich jeden Tag: „Mensch, was ist denn jetzt eigentlich mein Sinn“ und baust dir damit Druck auf. Vielleicht meditierst du, machst Sport, gehst auf unzählige Urlaube und hast immer noch keine wirkliche Sicherheit über den Sinn. Vielleicht bist du dadurch genervt. Vielleicht nervt dich überhaupt das Gefühl, dass Sinn die neue Währung auf dem Weg zu dir selbst geworden ist?

 

Vielleicht geht es dir aber auch so, dass du deinen Sinn für dich längst definiert hast. Du lebst ihn, füllst ihn in Form durch deinen Job, deine Beziehungen und dein Engagement. Vielleicht bist du eigentlich längst ein Role Model des Sinns und weißt gar nicht, was alle darum so ein großes Aufheben machen. Juhu – ich freue mich für dich und natürlich auch, wenn du dazu deine Gedanken mit mir teilst.

 

Tipp 1: Geduld, Liebes

 

Liebes, du bist auf dem Weg. Manchmal hat dieser Weg ein bis zwei Windungen mehr, manchmal geht er gerade, manchmal bergauf, manchmal bergab. Das ist dein Weg. Vertraue ihm. Gehe ihn und folge den Windungen, die dich einladen, weil sie einfach schön und vielversprechend auf dich wirken.

Du wirst dir auf diesem Weg begegnen. Das verspreche ich dir.

 

Sei geduldig und geniesse die Wanderung. Wer weiß, was du alles entdeckst?

 

Der Weg zum Sinn

 

Der Weg zum Sinn ist eigentlich schon Sinn in sich. Ich führe viele Gespräche mit wundervollen Menschen. Bei vielen klingt eine gewisse Unzufriedenheit mit ihrem Leben durch, die sich durch Sätze wie: „Ich finde keine richtige Freude in meinem Job.“ „Mich stresst gerade alles.“ Oder „Ich weiß gar nicht, warum ich das alles mache.“ ausdrückt.

Dann treffe ich auch andere, die mich anstrahlen und sagen: „Mir geht es gerade richtig gut. Irgendwie fliesst alles.“ Oder „Mein Chef respektiert mich und bei großen Entscheidungen gehen wir im Team vor.“ Oder auch: „Ich bin glücklich in meiner Beziehung und merke, wie ich gerne früh nach Hause komme, um schöne Sommerabende mit meinem Partner zu geniessen.“

 

Da haben wir wieder die zwei Seiten der Medaille des Lebens. Zwar sind zwei Seiten nie genug, aber sie helfen, Dinge zu veranschaulichen. Diese Beispiele zeigen zum einen: Unzufriedenheiten sind Wegweiser. Sie zeigen auf, was dir nicht gefällt, was dir nicht gut tut und was du einmal genauer anschauen solltest. Das Leben ist ein großzügiger Spiegel und du kannst jederzeit wählen, in diesen Spiegel zu schauen. Zufriedenheit, Momente des Glücks und des Flusses sind ebensolche Spiegel. Sie weisen den Weg hin zu noch mehr Glück und Zufriedenheit. Allerdings ist uns das nicht immer bewusst. Wir tendieren dazu, uns weit weniger im Spiegel des Glücks zu betrachten, sondern uns stattdessen im Anblick der Unzufriedenheiten zu verlieren.

 

Es gibt verschiedene Wege in den Spiegel zu blicken.

 

Lass uns ein Gedankenspiel spielen: Du hast eine Sache, die dich belastet. Ich nehme mal ein Beispiel aus dem ganz normalen Leben. Der Nachbar über dir hört ständig laute Musik. Am Anfang nimmst du es wahr, aber lässt es wieder gehen. Je länger er laut Musik hört, desto mehr stört es dich. Dein Kopf fängt an darüber nachzudenken, Szenarien zu entwickeln, wie du diesem Nachbarn auf dem Flur begegnest und mit ihm Klartext redest und die Wut in deinem Bauch entwickelt sich immer mehr. Natürlich gibt es auch eine andere Möglichkeit: Du kannst mit dem Nachbarn ein freundliches Gespräch suchen. Aber oft sitzen wir Dinge erst mal aus und anstatt neutral in den Spiegel zu schauen, verselbständigen sich unsere Gedanken.

Ein weiteres Beispiel sind Unsicherheiten und Ängste. Du bist beispielsweise mit deinem Job unzufrieden, bekommst aber ein relativ gutes Gehalt. Du spielst manchmal mit dem Gedanken, dir eine neue Aufgabe zu suchen, aber sobald du darüber nachdenkst, kommt eine andere Frage: Die Frage über die Zukunft und was passiert, wenn du keinen Job findest oder weniger verdienen wirst? Unsicherheiten und Ängste führen oft dazu, dass wir uns sehr detailgenaue Zukunftsszenarios kreieren, die aber vom schlimmsten ausgehen und unsere Ängste eher noch steigern.

 

Vielleicht kennst du das ja auch?

 

Ich lade dich ein für einen Moment darüber nachzudenken, welches beängstigende Zukunftsszenario dir gerade manchmal durch den Kopf geht.

Nun versuche bewusst durchzuatmen. Ganz langsam – ein und wieder aus. Und noch einmal ein und wieder aus. Spüre den Atem, die Wellen, die durch dich gehen. Atme ein und wieder aus.

Merkst du wie dein Kopf gleich ruhiger wird? Wie er weniger schnell denkt, vielleicht sogar kurz aufgehört hat zu denken? – Schön, oder? Nun stell dir vor, du schaust wie durch einen Spiegel auf dich – so ruhig und gelassen – und auf dieses Szenario, dieses Problem. Versuche nur drauf zu schauen, zuzuschauen, ohne einen bestimmten Gedanken zu greifen und ihn weiter zu denken. Wenn das denken anfängt, atme langsam ein und wieder aus.

Was passiert jetzt mit dir? Merkst du etwas?

 

Die kleine Übung hilft dir hoffentlich gerade dabei, den Spiegel als eine Möglichkeit zu nutzen, Ängsten und Unsicherheiten zu begegnen, ohne auf die vielen Gedanken, die Zukunftsszenarios oft aufbauschen, einzusteigen. Wenn du dabei bewusst atmest, kann dir das auch helfen, mehr im Moment zu bleiben und die Sicherheit im Anker des Hier und Jetzt zu fühlen.

 

Das gleiche Spiel kannst du übrigens auch bei tollen Sachen in deinem Leben machen. Wenn du Glücksmomente bewusst erlebst und durch Atmung ganz da bist, wirst du merken, wie sehr Glücksgefühle auch mit Zufriedenheit verbunden sind und wie viel Stärke du daraus ziehen kannst.

 

Was ist also der Weg zum Sinn? An erster Stelle ist er das Abenteuer deines Lebens im Hier und Jetzt. Er ist auch eine Chance, Ängste und Unsicherheiten anzuschauen wie in einem neutralen Spiegel ohne große Zukunftsszenarien darum aufzubauen. Außerdem gibt er dir die Möglichkeit, Glücksmomente voll und ganz auszukosten und sie so wieder als Wegweiser für den nächsten glücklichen Moment anzusehen.

 

Tipp 2: Atme, Liebes

 

Wenn sich deine Gedanken mal wieder wild in deinem Kopf drehen, versuche einen Moment stehen zu bleiben und atme bewusst ein und wieder aus. Bleibe bei deinem Atem. Wenn der Gedankenwirbel wieder trommeln möchte, schaue ihm zu wie in einem Spiegel und richte dann die Aufmerksamkeit wieder auf deinen Atem. Das kannst du zu jederzeit tun, um dich mit dem aktuellen Augenblick zu verbinden.

 

Für was brennt dein Herz?

 

Was bedeutet eigentlich Sinn ganz genau? Überall geistert das Wort, aber was steckt dahinter? Nach dem Sinn des Lebens haben sich schon die frühesten Philosophen gefragt.

 

Dahinter stehen die Fragen:

 

Woher kommen wir?

Wohin gehen wir?

Warum sind wir hier auf Erden?

Wie kann ich eigentlich den Zweck meines Lebens auf dieser Erde erfüllen? Wie kann ich mich mit dem besten meiner Selbst einbringen? Was ist das Beste meiner Selbst?

Schon wieder Druck, oder?

 

Der Systemtheoretiker Luhmann definiert Sinn als „laufendes Aktualisieren von Möglichkeiten“. Ich finde das schön und es kommt auch der Erkenntnis nahe, die ich schon die ganze Zeit mit dir teilen möchte. Denn wenn der Weg zum Sinn eigentlich das Leben im Hier und Jetzt ist, schlägt Luhmann auch vor: Dieses Abenteuer ist deine Chance dich auszuprobieren. Oder in anderen Worten: Sinn erfahren heißt erkennen, was du gerne tust und durch dieses Tun zu wachsen. Darum würde ich der Perspektive der Ängste und Unsicherheiten gerne eine weitere, positivere entgegen halten.

 

Dafür bitte ich dich kurz in dich zu gehen und dir vor deinem inneren Auge drei Dinge aufzurufen, die du gerne tust. Vielleicht schreibst du sie auch auf, wenn du einen Stift zur Hand hast.  

 

Fühlst du die Fröhlichkeit in deinem Bauch oder deinem Herzen, wenn du über diese Dinge nachdenkst? Empfindest du vielleicht eine leichte Aufregung? Das sind schöne Empfindungen, oder?

Gleichzeitig sind das auch deine Wegweiser zum Sinn. Wenn dir etwas Freude machst, wenn du etwas gerne tust, dann bist du auch gut darin. Aus dieser Leidenschaft heraus wirst du auch immer weiter in dieses Tun wachsen und daraus noch mehr Freude schöpfen.

Leider ist es so, dass viele von uns mit zunehmender Zeit im Job vergessen, was ihnen wirklich Freude bereitet. Wir sind so gefangen im Abhaken von To Do-Listen, im Projektmanagement und im Einhalten von Deadlines, dass wir uns manchmal gar nicht die Muße nehmen, uns wirklich auf unsere Freuden zu konzentrieren. Kennst du das vielleicht auch aus deinem Leben?

Schaffst du dir noch Freiräume dafür, Dinge zu tun, die dir Freude machen? Oder bist du vielleicht in der wundervollen Position, dass du ein Leben lebst, in welchem du sowieso nur machst, was dir Freude bereitet? Dann freue ich mich von Herzen für dich und bitte dich: Teile deine Erlebnisse und Erfahrungen. Erzähle deine Geschichte, denn sie hat folgende, wichtige Botschaft:

 

Wir alle können ein glückliches, sinnerfülltes Leben führen, indem wir auf das hören, was uns Freude macht und dem auch nachgehen. Natürlich kommt für viele von uns ganz schnell die existentielle Frage auf: Wie verdiene ich denn mit meinen Leidenschaften Geld? Wie passen sie mit meinem Job zusammen? Oder auch: Öffne ich mich nicht zu sehr, wenn ich meine verrückten Leidenschaften in meinen Büroalltag einfliessen lasse?

Das sind valide Fragen, die aber schnell wieder dazu führen, dass man sich in den wirbelnden Gedanken und verunsichernden Zukunftsszenarien verliert.

Eine kleine Anregung: Fang im Kleinen an ohne viel über die Zukunftsperspektiven nachzudenken.

 

Tipp 3: Ein kleiner Wochenplan

 

Gehe kurz zurück zu den drei Dingen die dir Freude machen. Welche eine Sache würdest du am liebsten jetzt sofort tun?  Stell sie dir vor. Wunderbar. Vielen Dank. Falls du den Stift noch zur Hand hast, schreib das auch gerne auf. Nun überlege dir für einen Moment, wann in der Woche du eine Stunde freimachen könntest – vielleicht auch mehr – um dieser Leidenschaft nachzugehen. Schreib auch das gerne auf. Und im Nachgang zum Podcast stellst du dir ein Date mit dir und deiner Leidenschaft in den Kalender. Euer Date kann einmal pro Woche oder auch nur alle zwei Wochen stattfinden.

Am Anfang fällt es dir vermutlich schwer, die Regelmäßigkeit einzuhalten. Versuche trotzdem dieses Date zu einer Gewohnheit zu machen und du wirst merken, wie schnell neue Ideen zur Verfolgung deiner Leidenschaft entstehen.

 

Der Sinn und die Arbeit

 

Lass uns abschliessend zu einem wichtigen Aspekt kommen. Wir leben in einer Welt, die sehr geprägt ist von Arbeit. Wir arbeiten aus Freude, aber auch um unsere existentiellen Bedürfnisse zu befriedigen. In meiner Wahrnehmung geht es heute, wenn ich mit Führungskräften, Mitarbeitern und Beratern spreche, neben den existentiellen Aspekten, auch immer mehr um den Sinn.

Ein toller Forscher der Neurowissenschaften hat das so erklärt: In der westlichen Welt sind wir in der Maslowschen Bedürfnispyramide mittlerweile am höchsten Punkt angekommen, welchen er Selbstverwirklichung und später Selbsttranszendenz nennt. Hier entsteht auch der Wunsch zu erkennen, wie wir uns ganz einbringen können und in einem geteilten Bewusstsein in Verbindung mit anderen agieren.  

Das ruft die Sinn-Frage im Arbeitsalltag auf den Plan und bringt auch immer mehr Unternehmen dazu, neben Mission Statements ihren Purpose zu definieren.

Das ist eine tolle Sache. Doch ich glaube, wir alle – als Individuen und als Teil von Unternehmen stehen erst am Anfang, wenn wir über die Integration Sinn oder Purpose in den beruflichen Alltag nachdenken. Warum ich das meine:

Lass uns ein ganz praktisches Beispiel betrachten: Führende Manager treffen sich und beraten über die Strategie. Es geht um Kennzahlen, kurz-, mittel- und langfristige Planung und das Erreichen der Ziele für 2018. Dabei wird auch der Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz am Markt und wie man diesen möglichst lange halten kann diskutiert. Die Diskussionen sind nicht immer friedlich, der Ton wird schon mal lauter und in Teilen, geht es gar nicht mehr um die Strategie, sondern darum, wer sich durchsetzen und behaupten kann.

Was denkst du, würden die Manager sagen, wenn wir in diesem Meeting dazwischen gehen und sagen würden: „Entspricht eure Diskussion eigentlich noch dem Purpose des Unternehmens? Entspricht euer Umgang miteinander euren Unternehmenswerten?“

Was denkst du? Schreib mir auch dazu gerne eine Mail. Ich bin gespannt auf deine Gedanken.

 

Ich vermute, uns würden ungläubige Blicke entgegenschlagen, die vermutlich noch ungläubiger werden würden, wenn wir Folgendes sagen würden: „Liebe Manager, ihr kreiert gerade Zukunftsszenarien, weil ihr meint, ihr könnt langfristige Sicherheiten schaffen, in dem ihr harte Ziele festsetzt, diese immer wieder trackt und so in eurem ganzen Unternehmen eigentlich eine Angst vor der Zukunft fördert. Denn was ihr nicht mit in die Zahlen einberechnet ist, dass die Zukunft unsicher und nicht planbar ist; dass wir in einer dynamischen Welt leben, die oftmals schnelle Anpassungen und nicht handeln anhand fixierter Ziele erfordert.“

 

Ein Vorschlag, liebe Manager: Wie wäre es denn, wenn wir uns gemeinsam auf den Sinn eures Unternehmens konzentrieren? Wie wäre es, wenn wir ihn konkret ausformulieren und uns überlegen, wie wir ihn mit eurem Tun und Sinn zusammen bringen? Das könnte euch dabei helfen, anhand eines Unternehmens-Sinns auch in Gespräche mit euren Teams zu gehen, diese zu ermutigen, auf Unsicherheiten im Markt zu reagieren und gemeinsam zu handeln. Denn sie wissen, ich darf handeln, wenn es nötig ist und dem Sinn des Unternehmens entspricht.

 

Ich gehe noch einen Schritt weiter: Wenn der Sinn des Unternehmens allen klar ist und von allen gelebt wird, schafft das eine Basis für gemeinsames Handeln und Denken, die weit wirksamer ist als jeder Kennzahlen-basierte Wettbewerbsvorteil. Denn Sinn – auch für Unternehmen - ist etwas Einzigartiges und Spezifisches, welches aus der Kombination vieler Leidenschaften und Fähigkeiten erwächst. Sinn hat auch stets den Anspruch, die Welt selbst voran zu bringen (erinnere dich an Maslows Transzendenz oder den Beitrag zum höheren Bewusstsein); Ein Ziel, welches die reine Ebit-Steigerung weit hinter sich lässt, da es auf wahre Nachhaltigkeit und absolute Langfristigkeit ausgerichtet ist.

 

Um es mit den Worten von Al Gore zu sagen:

 

„Come to be part of the mission to future civilization. The business opportunities in this sector have never been better.“

 

Tipp 4:

 

Darum ermutige ich auch dich, nicht von dem Abenteuer des Sinns abzuweichen, sondern es mutig weiter zu erforschen. Dein Sinn ist ebenso wichtig wie der Sinn einer Organisation. Wenn du es schaffst, die Dinge, die du tust, wie Wasser in alle Adern deines Lebens zu giessen – egal ob Arbeit oder privat – wird das auch viele um dich herum beflügeln, dir nachzufolgen. Falls du eine Führungsaufgabe inne hast und das nächste Mal in einem anstrengenden Meeting bist, möchte ich dich nur bitten, einen Moment inne zu halten und dich kurz auf den Sinn eures Unternehmens und auch auf deine Ahnung von deinem Sinn zu konzentrieren. Dann schau mal, was du gerne als nächstes in diesem Meeting tun möchtest und handle auf Basis deiner Intuition.

 

Wow - heute haben wir wieder eine spannende Reise hinter uns.

Vom Ausleben der kleinen persönlichen Leidenschaften auf dem Weg zum Sinn bis zum Sinn von Organisationen und wie sie zum Mehrwert für das Unternehmen werden können.  

Zusammenfassung

 

Geniesse deine Wanderung und finde immer wieder in dein Hier und Jetzt. Dabei kann dir die Atmung, Schreiben und das Integrieren deiner Leidenschaften in den Alltag helfen.

Glaube an den Sinn in allen Bereichen und erlaube dir auch, deine Leidenschaften in deinen Job einfliessen zu lassen.

 

Du kannst zu einem der Botschafter des Sinns – auch in deinem Unternehmen werden. Dabei musst du nicht gleich soweit gehen, alle von den Wettbewerbsvorteilen des Handelns nach Sinn zu überzeugen. Ich glaube, es reicht schon, wenn du dir selbst immer wieder zuflüsterst, Sinn macht mich einzigartig und bringt mich meinem Herzen und meinen wahren Leidenschaften und Fähigkeiten näher.

 

Meine Lieben, ich fand es wunderschön, dass ihr heute wieder da wart.

Falls ihr noch Gedanken zum heutigen Podcast habt oder mir einfach so eine Nachricht schreiben möchtet, tut das gerne. Teilt den Podcast auch sehr gerne, wenn er euch gefallen hat.

 

Ich wünsche Euch für heute noch einen beseelten und glücklichen Tag.

 

Love and light***

Eure Martina

 

Spannene Links:

 

Maslow hat gegen Ende seines Lebens seine Pyramide noch einmal um Transzendenz erweitert

 

Sinn als Grundbegriff bei Niklas Luhmann

 

Der Podcast zu Sinn auf LebensLiebe

 

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