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Mitgefühl - Werde zu einem Vorbild für andere privat und beruflich (LebensLiebe Folge 8).

February 22, 2018

 

 

Wie du mit Mitgefühl mehr Qualität in dein Leben bringst, erfährst du in diesem Podcast und nimmst für Dich mit…

 

… wie durch Loslassen mehr Mitgefühl für deinen Lebensweg entsteht;

… wie du durch Mitgefühl zu einem Vorbild am Arbeitsplatz wirst;

… wie Mitgefühl dir helfen kann, dich selbst und andere besser zu verstehen.

 

Mitgefühl - ein wundervolles Thema, das mich in letzter Zeit sehr beschäftigt hat. 

 

An erster Stelle, weil ich in mich in meinem Alltag in Berlin ganz oft wundere, wie wenig wir uns um unsere Mitmenschen kümmern. Gerade in der Anonymität der Großstadt fällt es mir oft negativ auf, wie Menschen andere so gar nicht sehen oder wahrnehmen. Manchmal würde es eigentlich nur ein Lächeln brauchen, ein bewusstes Auf-die-Seite treten, wenn man auf das Handy schaut oder eine Geste des Mitgefühls, wenn andere ganz offensichtlich einen schlechten Tag haben.

Dieses Ignorieren ärgert mich oft und dann freue ich mich umso mehr, wenn ich bei einem kleinen Spaziergang ein Lächeln von einem anderen Menschen geschenkt bekomme. Auch im Arbeitsleben wird selten Platz wir Mitgefühl eingeräumt. 

Doch so schwer ist es gar nicht im Alltag Mitgefühl zu kultivieren und offen auf andere zu zu gehen. Das heißt sicher nicht, ständig volle Offenheit zu demonstrieren. Und doch, kann ein klein wenig Mitgefühl oder eine spontane Geste der Aufmerksamkeit Wunder bewirken.

 

Mitgefühl macht uns glücklicher, gesünder und verbundener. Mitgefühl macht uns sogar sexier.

 

Kennst du das, wenn sich dir jemand auf der Straße zuwendet, lächelt und dir zu nickt. Erst fragst du dich vielleicht: Woher kam das jetzt? Aber in Wahrheit hast du das Lächeln genossen. 

 

Mitgefühl beginnt aber nicht im außen, sondern eigentlich bei dir selbst. Mitgefühl beginnt damit, dass du dich um dich kümmerst. Mitgefühl drückst du auch aus, wenn du dir selbst in anstrengenden Phasen deines Lebens bewusst Pausen gönnst. Mitgefühl kann es auch sein sich zu erlauben, traurig zu sein, ohne die Trauer zu analysieren. In solchen Momenten erlaubst du dir ein Mensch mit Gefühlen zu sein; ein Mensch mit Höhen und Tiefen, der sich selbst lieb hat wie er eben ist; ein Mensch, der mal einen guten und auch mal einen schlechten Tag hat. Du wirst merken, wenn du dir Raum gibst zu fühlen und dir selbst Gutes zu tun, wirst du nach und nach zu einem Künstler im Mitgefühl. 

 

Mitgefühl: Was ist das eigentlich

 

In der Wissenschaft bedeutet Mitgefühl oder im Englischen „Compassion“ im wahrsten Sinne des Wortes mit fühlen und auch zusammen leiden. Mitgefühl ist auch die Motivation Leid aufzulösen. Dabei unterscheidet sich Mitgefühl von Empathie. Empathie ist die Fähigkeit die Perspektive anderer einzunehmen und die Gefühle anderer zu verstehen. Mitgefühl ist der aktive Wunsch zu helfen.

 

Mitgefühl macht glücklich

 

Im Grunde hat Mitgefühl einen evolutionsbiologischen Grund. Wir sind laut der Forschung die mitfühlendsten Wesen auf der Erde. Stell dir ein kleines Baby vor. Frisch auf der Welt ist es ohne Eltern gar nicht fähig zu überleben (ganz anders als etwa ein kleines Affenbaby). Das liegt daran, dass menschliche Babys aufgrund des verengten mütterlichen Geburtskanals durch das Aufrichten des Menschen eigentlich etwas zu früh auf die Welt kommen. Damit unsere Babys überleben können, braucht es das liebevolle Mitgefühl der Eltern.

 

Vielleicht habt ihr schon mal vom Kuschelhormon Oxytocin gehört? Genau dieses wird ausgeschüttet, wenn wir uns kümmern und aktiv Mitgefühl teilen. Oxytocin ist ein Neuropteptid, das hoch zu deinem Kopf geht und dann über das Blut im ganzen Körper verteilt wird. Wenn wir Oxytocin produzieren leuchten auch Gehirnteile auf, die eng mit Empathie, Anteilnahme und Glücksempfinden verbunden sind. In andere Worten: Mitgefühl macht uns glücklich und verbunden.

 

Mitgefühl macht kollaborativ

 

Mitgefühl uns auch bereiter, miteinander zu arbeiten und zusammenzuhalten. Die Wissenschaft hat heraus gefunden, Mitgefühl ist ansteckend. Denn eigentlich wollen wir uns alle mit unseren Gesten und Handlungen gut fühlen. Studien zeigen, dass Mitgefühl und Oxytocin auch Großzügigkeit auslösen. Wenn Menschen mit einem hohen Level an Oxytocin Geld bekommen, das sie behalten oder an Bedürftige verteilen dürfen, verteilen sie tendenziell mehr an Bedürftige. Diese wiederum sind ebenfalls bereiter zu teilen.

Mitgefühl ist also auch noch ansteckend.

Obwohl man meinen würde, dass dieser Ausdruck von Mitgefühl zu mehr Stolz führen würde, tut er das nicht. Teilen passiert also unabhängig von Wertungen gegenüber Menschen, Nationalitäten etc. Wenn wir Mitgefühl kultivieren, sind wir offener und kollaborativer.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Wenn positives Verhalten ansteckend ist, ist es nicht auch negatives: Ja! Aber positives Verhalten ist ansteckender. Warum: Teilen und Geben fühlt sich gut an und wir sind süchtig nach diesem „sich gut anfühlen“ – und das deutlich mehr als wir süchtig nach negativen Gefühlen sind.

 

Mitgefühl macht uns gesund

 

Wenn ich mich mit solchen Studien befasse, gibt mir das richtig viel Kraft und Optimismus. Denn es zeigt, die Evolution hat uns Menschen eigentlich zu guten Menschen gemacht und belohnt uns sogar dafür gut zu sein und Gutes zu tun. 

Denn Mitgefühl löst nicht nur die Produktion von Oxytocin aus, es beruhigt auch und senkt damit das Cortisol-Level. Wir sind weniger gestresst. In dem ich Anteil am Leben anderer nehme, entspanne ich. 

Wir Menschen reagieren sehr intensiv auf Leid. Wenn wir uns selbst im Leid beobachten, leuchten ganz viele Areale in unserem Gehirn auf. Das gleiche passiert, wenn wir den Schmerz anderer sehen. Wir fühlen mit. In diesem Moment sagt das Gehirn auch: Ich will helfen. Du darfst das also annehmen. Du darfst helfen. Du bist dazu gemacht, anderen zu helfen - und dir selbst. Dieses bewusst empfundene Mitgefühl reduziert auch die Ich-Bezogenheit, die wir ja doch so viel in der Welt beobachten.

 

Wenn nun Mitgefühl glücklicher, gesünder und verbundener macht, warum pflegen wir es nicht automatisch mehr?

 

Verzeih dir deine Jugendsünden

 

Wir lieben es zu leiden. Wir leben in einer Welt, die in vielen Bereichen vom Ego dominiert wird. Die Ich-Zentriertheit in unserer Gesellschaft führt nicht selten dazu, dass Mitgefühl hinten angestellt wird. 

Wenn ich auf meinen eigenen Weg zurück blicke, habe ich unbewusst ganz viel Leiden kultiviert.

Lange hatte ich zum Beispiel die Einstellung: Work hard, play hard. Das war zu einer Zeit, in der ich klassisch in einem jungen, dynamischen Arbeitsumfeld war (ich sage das bewusst mit einem Hauch von Ironie), wo man fast schon stolz auf diese Einstellung war. Umgeben von Kollegen, die alle extrem ambitioniert waren, haben sich Ideale durchgesetzt, mit welchen ich mich heute gar nicht mehr identifizieren kann.

Für uns alle war es ganz normal von 9:00 bis 21:00, 22:00 oder noch länger zu arbeiten. Wer als letztes das Büro verließ und als erstes wieder da war, wurde zu den Coolen und Starken gezählt. Am Freitag Abend wurden dann die ersten Bierchen im Büro verteilt und Verbundenheit zelebriert. Wenn ich ehrlich bin, waren das eigentlich für mich die schönsten Momente. Nicht des Trinkens wegen, sondern weil das Momente von Verbundenheit und Beziehung waren. Wir haben zusammen gelacht, geredet und auch gefeiert. Das war also der Play-Hard Teil. Das Hard Play hatte aber einen sehr traurigen Effekt. Nämlich dass ich oft meinen Körper und meine Bedürfnisse ignoriert habe.

Manchmal gehe ich gerade vor meinem inneren Auge zurück in diese Phase. Dann sehe ich eine junge Frau vor mir, die in der Phase von Work Hard – Play Hard nie zur Ruhe gekommen ist und eigentlich keinen Bezug mehr zu ihren eigenen Emotionen hatte. Diese junge Frau hat schlecht geschlafen, war ständig unruhig und vor allem, war da relativ wenig Raum für Mitgefühl.

Gleichzeitig hatte ich das große Glück in dieser Zeit von Freunden umgeben zu sein, die immer noch Platz für Mitgefühl hatten und mich geduldig immer wieder daran erinnert haben, dass das Leben mehr zu bieten hat als Work Hard – Play Hard.

 

Heute bin ich diesen Freunden sehr dankbar. Sie haben mir in vielen Hinsichten den Weg gewiesen indem sie sich die Zeit genommen haben, mich zu reflektieren und Anteil zu nehmen. Gleichzeitig merke ich auch, wenn ich zu diesem Ich aus vergangenen Zeiten zurück gehe, dass ich mir selbst Mitgefühl entgegen bringen darf. Ich muss es sogar. Denn ich merke, dass ich manchmal wütend auf mich selbst werde. Ich frage mich dann: Hast du dein Leben in dieser Zeit wirklich bewusst genossen? Hast du es bewusst gelebt?

Bewusst – nein. Genossen – ja, tatsächlich habe ich das. Es war anders. Vielleicht verträgt es sich nicht mehr immer mit dem Ich von heute, aber ich habe meine Jugend zu der Zeit genossen. 

 

Mein älteres Ich schaut manchmal zusammen mit mir auf diese Phase. Es erinnert mich gerne mal an die vielen lustigen Erlebnisse dieser Zeit und ein Gespräch. Ein Satz wird mir aus diesem Gespräch immer in Erinnerung bleiben: Wir haben eben unsere Jugend gelebt und wenn wir irgendwann mit unseren Enkeln sprechen, werden wir dadurch vielleicht auch mehr Verständnis für ihre „Jugendsünden“ haben.

 

Tipp 1: Mitgefühl fängt bei Dir an!

 

Mitgefühl fängt bei dir an. Mitgefühl hat mit Verzeihen zu tun. Gibt es Abschnitte in deinem Leben oder vielleicht auch Taten, die du gerne rückgängig machen würdest? Gibt es Augenblicke, die du ungeschehen machen willst?

Dann gehe dort hin zurück. Betrachte diesen Abschnitt gemeinsam mit deinem jetzigen und deinem älteren Ich. Diskutiert gemeinsam 3 weniger positive Erinnerungen und 3 sehr positive Erinnerungen und macht euch bewusst, jeder Abschnitt hat uns etwas gelehrt. Nun dürfen du und dein älteres Ich die Lehren nochmal anschauen und anschliessend liebevoll loslassen. Verzeih dir selbst!

 

Weniger Ego, mehr Mitgefühl = mehr Kollaboration

 

Man sagt, nicht Buddha hat den Buddhismus erfunden. Er hat aber einen Weg gefunden, das Ego aufzulösen und Frieden mit sich und der Welt zu finden. Um seine Weisheit herum hat sich eine Bewegung entwickelt, die darauf vertraut, dass es für alle einen Weg gibt ins Glück, die Verbundenheit und die Gesundheit zu treten.

Wenn ich in mich hinein fühle und mich frage, warum ich das hier alles mache, geht es mir ganz ähnlich. Ich will auch Teil von einer Bewegung werden, die heute ganz bewusst für Mitgefühl eintritt.

Wenn du Lust hast mich dabei zu unterstützen, können wir ja erst mal an deinem Arbeitsplatz anfangen.

Du hast sicher schon gemerkt, ich denke viel über das Thema Arbeit und Karriere nach. Auch weil ich mir wünsche, dass anstatt Work Hard – Play Hard mehr Kooperation und Kollaboration in Büros entsteht. Meiner Meinung nach können daraus Organisationen viel mehr wachsen. Ich behaupte sogar, die Fähigkeit ins Mitgefühl treten zu können wird wesentlich für innovative Unternehmen sein. Warum ich das glaube: Ich habe lange zu digitaler Transformation und neuen Geschäftsmodellen geforscht. Dabei wurde immer wieder klar: Um Innovation betreiben zu können, muss ich den Kunden verstehen. Nicht nur meinen Kunden von heute, sondern vor allem den Kunden von morgen. Das kann ich nicht nur rein auf Basis von Ego, Ambition und der dringenden Ansage des Chefs, schnell ein neues, innovatives Produkt auf den Markt zu bringen. Das kann ich dann, wenn ich mal aus meinen aktuellen Denkmustern zum Markt, Produkt und Geschäftsmodell heraus gehe und in visionäre Annahmen zu möglichen Kundenwünschen und -bedürfnissen in der Zukunft in Verbindung trete. Um hier wirklich verrückte Ideen generieren zu können, braucht es 1.Offenheit, 2.Teams mit diversen Hintergründen und 3. Vertrauen im Team. Wie kreiere ich eine so kreative und kollaborative Atmosphäre:

 

Tipp 2: Schaffe Mitgefühl am Arbeitsplatz!

 

Nimm wahr, wenn andere wegen einer Deadline oder einem Block an ihre Grenzen stoßen. Biete deinen Kollegen Hilfe an, wenn es nötig ist.

Die Art wie wir miteinander kommunizieren, kann auch Mitgefühl ausdrücken.

 

- Emails – Emails – Emails: Wir kommunizieren schnell. Manchmal ohne nachzudenken. Vor allem, wenn wir in einer Position sind, in welcher wir delegieren dürfen und können. Darum mein Tipp: Denk 2-mal über eine Email nach bevor du sie schreibst. Gib in der Email klar durchdachte Anweisungen und bleib dabei. Hin und Her und 1000 Kommunikationen kosten Zeit und Kraft, sind wenig Effizienz und definitiv kein Ausdruck von Mitgefühl.

 

Falls du in einer Führungsposition bist: Sei ein Chef, der durch Unterstützung und Empowerment motiviert. Lobe, zeige Wertschätzung. Löse dich von dem Motto: Nicht geschimpft ist gelobt genug. Lebe anderen Mitgefühl am Arbeitsplatz vor und werde so zum Role-Model für deine Organisation.

 

Mitgefühl gegenüber dir selbst und anderen

 

Wir haben schon gehört: Mitgefühl ist ansteckend. Ich spiele das mal gedanklich durch: Wenn du in einer mitfühlenden Firma bist, schaffst du es vielleicht auch angesteckt davon Mitgefühl in alle deine Lebensbereiche hineinzubringen. Wenn du also wie ein Feuer Mitgefühl und wahre Anteilnahme verbreitest, erleuchtet dieses Feuer des Mitgefühls in vielen Menschen um dich.

 

Der Dalai Lama sagt:

 

“If you want others to be happy, practice compassion. If you want to be happy, practice compassion.”

 

Mitgefühl ist Teil des Mensch-seins. Das Tolle ist: Mitgefühl macht uns nicht nur kollaborativer, sondern auch selbstbewusster.

Das bedeutet aber auch, dass man lernen muss auf seine Intuition zu hören und zu vertrauen.

 

Ich bin ein ziemlich sensitiver Mensch. Ich fühle recht schnell, was bei anderen Menschen los ist – ob sie gut oder schlecht gelaunt sind, ob sie bei sich oder eben auch nicht bei sich sind usw. Mir war aber nicht immer klar, dass ich so viel fühle. Stattdessen habe ich mich oft gewundert, warum meine Laune manchmal umschlug, wenn ich bei einer schlecht gelaunten Freundin war. Oder warum ich total erschöpft war, wenn ich mit einem Menschen über einen Verlust in der Familie gesprochen hatte. Andererseits konnte ich aber auch total euphorisch werden, wenn ich ein tolles Gespräch mit einem inspirierenden Menschen geführt hatte. Viele dieser Gefühlswandel sind einfach passiert. Mit bewusster Wahrnehmung hatte das wenig zu tun. Aber ich möchte an dieser Stelle nicht in die Hochsensitivität abdriften. Ich will nur sagen, Mitfühlen kann man lernen. Aber es ist ein Prozess und es ist auch ok, daran ab und an zu scheitern.

 

Was allerdings an der Stelle wichtig ist, ist Bewusstsein. Die Forschung am Anfang des Podcasts hat gezeigt: All unsere Gehirne sind ziemlich ähnlich gebaut und leuchten beim Empfinden von Mitgefühl auf. Wir alle können Anteil an den Gefühlen anderer, aber auch an unseren eigenen nehmen.

Mir ging es oft so, dass ich gar nicht wusste, warum meine Launen nach dem Kontakt mit anderen umgeschwungen sind. Mir war auch nicht bewusst, dass viele Emotionen nicht direkt etwas mit mir zu tun hatten. Aus dieser Unwissenheit heraus habe ich mich und andere vor den Kopf gestossen. Denn ich bin auf Distanz und Abstand gegangen oder habe zu schnell die Gefühle meines Gegenübers angenommen, was auch Diskussionen und Auseinandersetzungen gefördert hat.

Manchmal sind in mir in euphorischen Augenblicken die Gefühle auch so übergesprudelt, dass ich ganz verwirrt war, wenn diese Gefühle in Abwesenheit dieses Euphorie-auslösenden Menschen gewichen sind.

Ich bin mir sicher, dass wir alle in einer bestimmten Ausprägung Stimmungen um uns herum wahrnehmen. Dieses Hinhören und -fühlen können wir lernen. Wichtig ist zu differenzieren!

 

Tipp 3: Lerne deine Gefühlswelt mit Mitgefühl zu betrachten

 

Mach jeden Morgen einen kleinen Check-in und frage dich:

Wie geht es mir heute? Wie fühle ich mich? Was ist meine Grundstimmung?

Hör auf dich selbst. Vertraue auf deine innere Stimme. Hab den Mut zwischen deinen Gefühlen und denen anderer zu differenzieren!

 

Wenn du dann mit Freunden, der Familie oder Kollegen zusammen bist, lausche bewusst mit dem Herzen und all deinen Gehirnarealen, die vor Mitgefühl glühen.

Unterscheide deine Gefühle von denen der anderen. Erlaube dir Mitgefühl zu zeigen, nachzufragen, Anteil zu nehmen. Aber erlaube dir an Tagen, an welchen du dich nicht stark genug fühlst, auch in den Rückzug zu gehen und bei dir zu bleiben. Das heißt nicht, dass du ein schlechterer Mensch bist. Du bist einfach nur bei dir und verteilst das Mitgefühl, das du zu geben hast, gleichmäßig.

 

Jetzt fällt mir auf, wir haben gar nicht darüber gesprochen, warum Mitgefühl sexier macht. Lass uns das noch kurz nachholen. Studien besagen: Ja, Männer wollen eine hübsche Frau und Frauen einen reichen Mann. Haben wir alle schon gehört! Aber wichtiger für beide in einem zukünftigen Partner ist etwas anderes: Kindness – und dieses Element haben Menschen in über 37 verschiedenen Nationen zum wichtigsten Aspekt erklärt.

 

Ist das nicht toll? In dem wir bewusster ins Mitgefühl für uns selbst und andere wachsen, werden wir also auch noch anziehender.

 

Wenn du nun ein Mann bist und dir sagst, Mitgefühl ist doch eher Frauensache, dann möchte ich dir gerne etwas mitgeben. Männer dürfen auch Mitgefühl haben. Vielleicht drücken sie es anders aus. Wie oft hören wir von Männern, die durch heroische Taten das Leben anderer gerettet haben. Das ist auch Mitgefühl und diesen Mut zu haben, ist wundervoll. Frauen drücken ihr Mitgefühl vielleicht anders aus, sind schneller darin Beziehungen anzubahnen und sich auf die Sorgen anderer einzulassen. Aber für mich ist Mitgefühl weiblich und männlich. Das heißt auch, wir alle dürfen in diese Verbindung aus Herz und Kopf treten, sie ganz liebevoll umarmen und dadurch ein bisschen glücklicher, gesünder und sexier werden.

 

Die Tipps von heute zusammen gefasst:

 

Tipp 1: Mitgefühl fängt bei dir an. Verzeih dir deine Jugendsünden und freu dich vielleicht sogar ein wenig darüber.

 

Tipp 2: Schaffe durch kleine Gesten der Aufmerksamkeit Mitgefühl am Arbeitsplatz. Werde selbst zu einem Vorbild für andere.

 

Tipp 3: Unterscheide zwischen deinen eigenen und den Gefühlen anderer. So kannst du auch entscheiden, wann du ins Mitgefühl gehen willst.

 

Ich danke dir von ganzem Herzen, dass du heute dabei warst. Mich würde es auch wahnsinnig freuen deine Gedanken zum Thema Mitgefühl zu hören oder zu lesen. Vielleicht schreibst du mir oder kommentierst auf SoundCloud oder iTunes. Ich freue mich darüber.

 

Mitgefühl ist ein wunderbares Geschenk der Evolution, das uns ganz klar zeigt, wir sind dazu gemacht, wundervolle und gute Menschen zu sein. Wir alle können uns dazu inspirieren und die Welt gemeinsam besser machen.

 

In diesem Sinne, lebt ein wenig, liebt ein wenig und geniesst das Wissen, dass das Leben einfach so schön sein kann.

 

Love and light***

Deine Martina

 

Hier noch ein paar tolle Links:

 

What is compassion

Ein kurzer Überblick über die Forschung zu Mitgefühl.

 

The compassionate species 

Ganz viel Forschung zum Nervensystem, Gehirn und der Evolution rund um Mitgefühl.

 

Perception of suffering and compassion experience: Brain gender disparities

So viele unterschiedliche Gehirnregionen arbeiten bei Männern und Frauen am Mitgefühl.

 

Und hier der Link zum Podcast "Mitgefühl".

 

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